Island
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Isländische Hot Pots – Warmes Baden im Schnee

Island brodelt. Die Insel ist aus Vulkanen entstanden und das Erdinnere ist eiter sehr aktiv – beispielsweise beim Ausbruch des Eyjafjallajökull 2010, der mit seiner Asche den europäischen Flugverkehr zeitweilig lahmlegte.

Doch das Brodeln hat auch seine positiven Seiten, zum einen brauchen sich die Isländer keine Sorgen um ihre Energieversorgung zu machen, zum anderen gibt es massig warmes Wasser – völlig natürlich. So kommt in einigen Regionen nach faulen Eiern stinkenden, schwefeliges Wasser aus dem Wasserhahn und der Dusche, wenn man warmes Wasser aufdreht.

In manchen sogenannten „geothermal aktiven“ Gebieten bricht sich das heiße Wasser seine Bahnen in spektakulären Geysiren, die mehrere Meter hohe Fontänen beim Ausbrechen erzeugen.

Schlau, wie die Isländer sind, nutzen sie das natürliche heiße Wasser und funktionieren es kurzerhand in warme Pools um. Überall im Land kann man also in „Hot Pots“ sitzen und sich dabei den eiskalten Wind um die Ohren pfeifen lassen. Manchmal muss extra kaltes Wasser hinzugefügt werden, damit die Temperatur erträglich ist. Diese Hot Pots gibt es in kleineren Schwimmbädern oder auch im großen Anlagen wie der berühmten „Blauen Lagune“. Am schönsten aber sind die kleinen abgelegenen Pots, die mitten in der Natur liegen, manchmal sogar mit einer kleinen Hütte zum Umziehen daneben. Wir hatten beispielsweise an einer kleinen Unterkunft auf halbem Weg auf der Straße XY durch das Hochland einen wunderbaren Hot Pot – umgeben von nichts (abgesehen von den drei Hütten, ansonsten freiest möglicher Natur). Fantastisch!

Einziges Hindernis ist dann noch der Weg zum und vom Hot Pot in Badebekleidung begleitet vom eisigen isländischen Wind. Wenn man das aber überlebt hat, dann ist es eines der wunderbarsten Dinge die man in Island machen kann.

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Quelle: Wikipedia / Maximilian Georg Liebscher / CC-by-sa

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Quelle: Wikipedia / wggw / CC-by-sa

2 Kommentare

  1. Ah, Island – mein Lieblings-Reiseland : ) Darf ich eine kleine Anmerkung machen? Nicht in allen Haushalten sprudelt schwefelhaltiges Wasser aus den Wasserhähnen. Viele werden mit glasklarem Gletscherwasser versorgt, das jedoch trotzdem kochend heiß aus der Leitung strömt, weil eine entsprechend Anlage im Haus, die wiederum die Erdwärme nutzt, das Wasser immer schön heiß hält : ) Jetzt muss ich rüberhüpfen zu den Färöern: Ich sehe, da wart ihr auch schon! Sonnige Grüße, Jutta

    • Roland

      Hallo Jutta, danke für deinen Hinweis, hast natürlich Recht. Ich habe es korrigiert, nun sollte es richtig rüberkommen 🙂
      LG Roland

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