Färöer, Tórshavn (Färöer)
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Tórshavn

Tórshavn

Wir kamen in der färöischen Hauptstadt Tórshavn mitten in der Nacht mit der Fähre an. Von dort aus strömten nun alle die heraus, die nicht direkt weiter nach Island fahren wollten, einige davon auch mit uns zu einem Campingplatz, der direkt am Meer lag. Der Weg selbst war nicht weit – wie alles nicht so richtig weit ist in Tórshavn, wie wir die nächsten Tage feststellen sollten.

Eine so niedliche Hauptstadt haben wir vorher und danach nie wieder gesehen. Die „Stadt“ hat keine 13.000 Einwohner, alle zusammen würden also immerhin die Fankurve im Berliner Olympiastadion füllen. Von jedem halbwegs hohen Hügel kann man das Ende der Stadt in alle Richtungen sehen. Und genau das passt für die Färöer einfach wunderbar, eine Metropole wäre auf diesen weitläufigen und menschenleeren Inseln doch nun wirklich fehl am Platz. Stattdessen läuft man zwischen wunderbaren alten Holzhäusern in der überschaubaren Altstadt Tinganes, mit den färöer-typischen grasbewachsenen Torfdächern. Hin und wieder begegnet einem auch das eine oder andere Schaf, das zwar nicht auf den Straßen der Stadt läuft, aber mal am Wegesrand grast. Wieso sollte es hier auch grundsätzlich anders sein, als im Rest des Landes? Immerhin gibt es mehr Schafe als Menschen auf den Färöer Inseln.

Kulturtechnisch gibt es selbstverständlich nur ein überschaubares Angebot, so dass man eigentlich nach einem Tag das Wichtigste gesehen hat. Wirkliche Highlights im klassischen Sinne gibt es nicht: Man kann im Viðarlundin Park nett spazieren gehen, hier gibt es einige interessanten Skulpturen. Dann gibt es noch das Nordic House, das vor allem architektonisch auffällt, weil es fast komplett mit Gras bewachsen ist, es wird ansonsten für Ausstellungen und Veranstaltungen genutzt. Die Hauptstadt ist also klein, durchaus bezaubernd, aber auch schnell erkundet. Was wir auf jeden Fall noch empfehlen können, ist eine Wanderung außerhalb der Stadt auf der Hauptinsel, hier kann man schon einen schönen Einblick in die Natur bekommen, sieht kleine Örtchen und kann einmal sehnsüchtig auf die benachbarten Inseln schauen. Von denen konnten wir in der kurzen Zeit leider nur eine besuchen. Das lohnst sicher aber, allein, weil man sich in der dortigen Touristeninformation wirklich sehr über den Besuch gefreut und hat und uns Kekse anbot. Anschließend konnten wir noch ein paar Stunden bei herrlichem Blick wandern, dafür sind die Färöer einfach perfekt, wenn das Wetter mitspielt.

Liebes Tórshavn, es war kurz, aber schön!

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